Google Business Profil für Therapeuten: Der unterschätzte Kanal, der dir neue Klienten bringt
01.03.2026

Julia Greiner

Wenn jemand in deiner Stadt nach einem Therapeuten sucht, passiert folgendes: Google zeigt ganz oben, noch vor den normalen Suchergebnissen, eine Karte mit drei lokalen Einträgen. Diese drei Plätze entscheiden darüber, wer angerufen wird und wer nicht.
Das nennt sich das Local Pack. Und die meisten Therapeuten haben noch nicht mal erkannt, dass sie dort überhaupt auftauchen könnten.
Das Werkzeug dahinter heißt Google Business Profil und es ist kostenlos.
Was ist das Google Business Profil überhaupt?
Das Google Business Profil (früher: Google My Business) ist dein offizieller Eintrag bei Google. Es ist das, was erscheint, wenn jemand deinen Namen googelt oder nach „Therapeut [deine Stadt]" sucht.
Es zeigt:
deinen Namen, deine Adresse und Öffnungszeiten
deine Telefonnummer und Website
Fotos deiner Praxis
Bewertungen von Klienten
und sogar Beiträge, die du selbst veröffentlichen kannst
Kurz gesagt: Es ist deine digitale Visitenkarte auf Google und sie erscheint genau dann, wenn jemand aktiv nach Hilfe sucht. Kaum ein anderer Kanal erreicht Menschen in dem Moment, wo sie gerade eine Entscheidung treffen wollen.
Warum so viele Therapeuten dieses Tool unterschätzen
Die meisten Therapeuten haben zwar irgendwann ein Google Business Profil erstellt. Oft sogar automatisch von Google angelegt, ohne dass sie es wussten. Aber dann passiert: nichts.
Kein Foto. Keine aktuellen Öffnungszeiten. Keine Antworten auf Bewertungen. Manchmal sogar falsche Adresse.
Das Problem: Ein ungepflegtes Profil wirkt genauso wie eine unaufgeräumte Praxis. Potenzielle Klienten sehen es und zweifeln. Oder sie klicken gar nicht erst drauf, weil das Profil daneben professioneller aussieht.
Dabei wäre es mit wenig Aufwand erledigt und würde danach dauerhaft für dich arbeiten.
Schritt für Schritt: So optimierst du dein Google Business Profil
1. Profil beanspruchen und verifizieren
Falls du dein Profil noch nicht aktiv verwaltest, starte hier: business.google.com. Suche nach deiner Praxis. Wenn sie schon existiert, kannst du sie „beanspruchen". Google schickt dir dann einen Bestätigungscode per Post oder Telefon.
Das klingt umständlich, ist aber ein einmaliger Schritt der sich lohnt.
2. Alle Basisdaten vollständig ausfüllen
Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Viele Profile haben:
veraltete Telefonnummern
keine oder falsche Öffnungszeiten
fehlende Website-Verlinkung
keine Kategorie (z.B. „Psychotherapeut", „Heilpraktiker für Psychotherapie")
Geh jeden Punkt durch und füll alles aus. Google belohnt vollständige Profile mit besserer Sichtbarkeit.
3. Fotos hochladen. Echte, keine Stockfotos
Fotos sind der erste Eindruck. Klienten entscheiden in Sekunden, ob sie sich vorstellen können, in deine Praxis zu kommen.
Lade hoch: Außenansicht (damit man die Praxis findet), Wartebereich, Therapieraum, gerne auch ein professionelles Porträtfoto von dir. Keine Stockfotos. Die wirken kalt und austauschbar.
Praxen mit Fotos werden laut Google 42 % häufiger nach Wegbeschreibungen gefragt und erhalten 35 % mehr Klicks auf ihre Website.
4. Bewertungen aktiv angehen
Bewertungen sind der stärkste Vertrauensfaktor im Local Pack. Mehr Bewertungen, bessere Bewertungen = höheres Ranking = mehr Sichtbarkeit.
Ein einfacher Weg: Nach einer abgeschlossenen Therapie oder einem positiven Gespräch kannst du Klienten diskret auf die Möglichkeit hinweisen, eine Bewertung zu hinterlassen. Schick ihnen den direkten Link zu deinem Bewertungsformular. Das macht es deutlich einfacher.
Und genauso wichtig: Antworte auf Bewertungen. Auf positive kurz und persönlich. Auf kritische ruhig, professionell und ohne Details zur Person. Schweigepflicht gilt auch hier.
5. Beiträge veröffentlichen
Das wissen die wenigsten: Im Google Business Profil kannst du Beiträge erstellen. Ähnlich wie Posts in sozialen Medien. Diese erscheinen direkt in deinem Profil und zeigen Google, dass du aktiv bist.
Du musst kein Content-Profi sein. Ein kurzer Hinweis auf freie Termine, ein Tipp zum Thema Stressbewältigung, oder ein Verweis auf deinen neuesten Blogartikel reichen völlig aus. Einmal pro Woche oder zweimal pro Monat reicht.
6. Fragen & Antworten im Blick behalten
Im Profil gibt es einen öffentlichen Q&A-Bereich. Dort können Nutzer Fragen stellen und auch selbst beantworten, was manchmal zu falschen Infos führt.
Schau regelmäßig rein und beantworte Fragen selbst. Du kannst auch selbst häufige Fragen einstellen und gleich beantworten. Das ist legitim und hilft potenziellen Klienten.
Was bringt das konkret?
Ein gut gepflegtes Google Business Profil kann dazu führen, dass du:
im Local Pack der Top 3 auftauchst, wenn jemand in deiner Stadt sucht
mehr Anrufe direkt aus Google heraus bekommst
als vertrauenswürdig wahrgenommen wirst, noch bevor jemand deine Website besucht hat
bei KI-gestützten Suchen (Stichwort GEO) besser abschneidest – denn auch ChatGPT & Co. ziehen lokale Google-Daten heran
Fazit: 2–3 Stunden Aufwand, dauerhafter Nutzen
Das Google Business Profil ist kein Hexenwerk. Es braucht einmalig etwas Zeit zum Einrichten und danach nur gelegentliche Pflege. Aber es arbeitet rund um die Uhr für dich. Genau dann, wenn jemand in deiner Nähe Hilfe sucht.
Wenn du nicht sicher bist, wie dein Profil aktuell aufgestellt ist oder wie du im Vergleich zur Konkurrenz in deiner Stadt dastehst, schau gerne mal rein. Ein kurzes Erstgespräch reicht oft, um die wichtigsten Hebel zu identifizieren.
Finden Sie heraus, warum mehr Sichtbarkeit nicht die Lösung ist!
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